Tag der Arbeit
„Desaströse Zustände“: ASGB pocht auf höhere Löhne
Anlässlich der traditionellen 1. Mai-Feier des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes auf dem Festplatz in Völs hat STOL den ASGB-Vorsitzenden Tony Tschenett und einige seiner Mitarbeiter zum Interview gebeten. Und während Tschenetts Rede glänzte die gesamte Landesregierung mit Abwesenheit.
Bischof Muser: „Wir leben nicht, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben“
Am heutigen 1. Mai, Tag der Arbeit, haben Bischof Ivo Muser und die diözesane Kommission für Arbeit und soziale Gerechtigkeit im Dom von Bozen einen Gottesdienst gefeiert. Dabei betonte Bischof Muser: „Das Sein des Menschen steht über der Arbeit und der Leistung. Wir leben nicht, um zu arbeiten, sondern wir arbeiten, um zu leben.“
Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit am wichtigsten? Stimmen Sie ab!
Heute, am 1. Mai, ist der traditionelle Tag der Arbeit. Dort wird auf die Wichtigkeit der Arbeitnehmer-Rechte hingewiesen und diese vehement eingefordert. Doch die Zeiten sind im Wandel. Was ist wichtiger: Das Gehalt, das Arbeitsklima, die Karrierechancen oder genügend Freizeit? Stimmen Sie ab!
1.-Mai-Feier: ASGB-Chef liest der Politik ordentlich die Leviten
Anlässlich der traditionellen 1.-Mai-Feier des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes in Völs hat STOL den ASGB Vorsitzenden Tony Tschenett zum Interview getroffen. Und er hat wie gewohnt Klartext geredet und der Politik die Leviten gelesen.
„Soziale Ungleichheiten und Teuerungen beunruhigen junge Menschen“
Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, ruft die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) zum Engagement gegen Ungleichheit und für soziale Gerechtigkeit auf. In Zeiten der massiven Teuerungen sei es wichtiger denn je, auf soziale Missstände aufmerksam zu machen.
Tschenett: „Dann streiken und demonstrieren wir“
4 Jahre ist es her, dass der ASGB in Völs den traditionellen „Tag der Arbeit“ am 1. Mai gefeiert hat. Danach kam die Corona-Pandemie. Doch am heutigen Montag war es wieder soweit. Und der ASGB-Vorsitzende Tony Tschenett gab sich gewohnt kämpferisch: Er forderte eine sofortige Lohnerhöhung im öffentlichen Dienst und Privatwirtschaft und eine Erhöhung der Renten, aber er warnte auch davor, die Autonomie nicht mehr ernst zu nehmen.
Forderung: „Sofort Lohnerhöhungen und angemessene Arbeitsbedingungen“
Am heutigen 1. Mai ist der „Tag der Arbeit“ und an diesem Tag werden traditionell die Werte des Zusammenhalts und der Solidarität der arbeitenden Bevölkerung in den Vordergrund gestellt. Mit mahnenden Worten melden sich die SVP-Arbeitnehmer zu Wort: „Die Frage ist nicht, ob die Löhne erhöht werden, sondern wann.“ Der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler fordert: „Sofort“.
„Das Gehalt junger Menschen reicht oft nicht für ein selbstständiges Leben“
Die Preise steigen, das Leben wird teurer, die Löhne bleiben gleich: Für gar manche Südtiroler reicht ihr Gehalt nur schwer bis zum Monatsende. Besonders betroffen sind davon junge Arbeitnehmer, denen es unter den gegebenen Umständen oft nicht möglich ist, sich ein finanziell unabhängiges Leben aufzubauen. Tanja Rainer, die Vorsitzende des Südtiroler Jugendrings, sagt im STOL-Interview: „Es kann nicht sein, dass in Südtirol auf Dauer nur mehr jene durchkommen, die auf das Kapital von reichen Eltern zurückgreifen können.“
1. Mai: Auf ungleiche Arbeitschancen aufmerksam machen
Einer Studie zufolge sind die Auswirkungen der Pandemie auf Frauen größer als auf Männer, und die größte Lücke klafft auf dem Arbeitsmarkt. „Der Post-Covid Aufbau ist eine einzigartige Gelegenheit, die Gleichstellung zu einer Grundvoraussetzung zu machen“, so Gleichstellungsrätin Michela Morandini.
Tag der Arbeit: Gottesdienst für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und Gedenktag des heiligen Josefs des Arbeiters. Zu diesem Anlass feiert Bischof Ivo Muser am morgigen Samstag um 9 Uhr einen Gottesdienst im Bozner Dom. Bischof Muser wird dabei die Anliegen der Arbeiterschaft und deren Familien aber auch der Arbeitgeber bzw. Unternehmen aufgreifen und dafür beten.
1. Mai zwischen Stillstand und Hoffnung
„Die Erfahrungen aus über einem Jahr Corona-Krise zeigen, welch großen Wert die Arbeit für den Menschen hat – in jeglicher Hinsicht, materiell und psychisch.“, unterstreicht Kevin Gruber, Vorsitzender der Jugend des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), anlässlich des Ersten Mai. Der Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus), Matthias von Wenzl, stimmt dem zu und ergänzt: „Der rhetorischen Anerkennung für Arbeit, die zu lange geringgeschätzt wurde, müssen Taten folgen - im Rahmen besserer Arbeitsbedingungen. Zugleich wissen wir alle den Wert ehrenamtlicher Arbeit noch besser zu schätzen als vor Corona.“
Bischof Muser: „Arbeiten, um zu leben, statt leben, um zu arbeiten“
„Wir leben nicht um zu arbeiten, sondern wir arbeiten um zu leben! Der Mensch ist und braucht viel mehr als nur Effizienz, Produktivität, Profit und Aktivität.“ Mit diesen Worten beging Bischof Ivo Muser den Gedenktag des Heiligen Josef des Arbeiters bei einer Messe unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Bozner Dom.
SRJ: „Jugendliche sollen Arbeitserfahrung sammeln dürfen“
Anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai ruft der Südtiroler Jugendring (SJR) dazu auf, dass auch in der derzeitigen Situation die jungen Menschen nicht vergessen werden dürfen, und Unternehmen es den Jugendlichen auch im Sommer ermöglichen sollen, Arbeitserfahrungen zu machen.
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